Warum diese Wege erhalten geblieben sind
Das System der Public Rights of Way ist einer der wichtigsten Gründe dafür, dass so viele historische Wege bis heute erhalten geblieben und weiterhin begehbar sind. Doch was bedeutet das eigentlich? Ein Public Right of Way ist ein gesetzlich geschütztes Wegerecht, das der Öffentlichkeit erlaubt, einen bestimmten Weg zu benutzen, selbst wenn er über Privatgrundstücke, Weiden oder Felder führt. Das Land bleibt Eigentum des Besitzers, doch dieser darf den Durchgang nicht verwehren.
Häufig reichen diese Rechte auf eine jahrhundertelange Nutzung zurück. Wenn Dorfbewohner, Pilger, Hirten oder Händler einen Weg über Generationen hinweg nutzten, konnte er als öffentlicher Weg anerkannt werden. So entstand auf der Grundlage des Gewohnheitsrechts (Common Law) ein Wegenetz, das lange vor dem Bau moderner Verkehrswege bestand. Es verband Dörfer und Weiler, Kirchen und Marktplätze, Häfen und Pilgerstätten.
Als im 18. und 19. Jahrhundert durch die Enclosure Acts große Flächen gemeinschaftlich genutzten Landes eingezäunt wurden, verschwanden viele dieser alten Wege. Dank lokaler Proteste und späterer Gesetze blieb jedoch ein bedeutender Teil dieses historischen Netzes erhalten. Noch heute gibt es Public Bridleways für Wanderer, Reiter und Radfahrer sowie Public Footpaths, die ausschließlich Fußgängern vorbehalten sind.
Als Wanderer auf dem Cornish Celtic Way habe ich diese schönen und stillen Wege mit großer Dankbarkeit genutzt.