Im Mittelalter reisten Pilger oft auf dem Seeweg – schneller und sicherer als auf den beschwerlichen Wegen über Land. Aus Irland, Wales und England kommend, erreichten manche die Hayle-Mündung, ein natürliches Tor nach Cornwall. Von dort setzten sie ihren Weg zu Fuß bis nach Marazion fort und vermieden so die gefährlichen Gewässer rund um Land’s End.
Die Reise begann in Lelant, das im Mittelalter ein bedeutender Hafen war. Der Überlieferung nach soll der irische Heilige Uny hier an Land gegangen sein. Die Kirche St Uny, strategisch an der Flussmündung gelegen, bot erschöpften Pilgern einen ersten Ort zum Beten und Ausruhen.
Heute gilt der St Michael’s Way als authentischer britischer Zweig des Camino nach Santiago de Compostela.