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Hannafore

Reisen in außergewöhnlichen Zeiten

Als ich Mitte August 2021 in Cornwall ankam, war ich einer der wenigen ausländischen Reisenden, die während der Pandemie auf die Insel kamen. Die Erfahrung war zugleich fremd und bemerkenswert: Die Britischen Inseln hatten sich nach innen gekehrt, geprägt von strengen Regeln und unsichtbaren Barrieren. Als Besucher bewegte ich mich durch ein Labyrinth aus Tests und Formularen; ein Geflecht aus Codes und Registrierungen, das meine Freiheit einschränkte, noch bevor die Reise überhaupt begonnen hatte. Brexit und Covid machten selbst die einfachsten Dinge komplex.

Die Regale in den Geschäften waren oft leer, Pubs geschlossen und die Gastfreundschaft eingeschränkt. Selbst eine Unterkunft zu finden wurde zu einer Herausforderung. Mein Plan, die gesamte Cornish Celtic Way in einer einzigen Reise zu gehen, musste ich aufgeben. Auf halbem Weg wurde meine Pilgerreise unterbrochen. Doch mitten in diesen Hindernissen zeigte sich etwas Unerwartetes: die Herausforderung des Weges selbst, eine tiefe Verbindung mit ungezähmter Natur und altem Erbe, die Stille der Landschaft und die Weite von Meer und Himmel.

Die Geschichten und die Großzügigkeit der Menschen, die ich traf, berührten mich tief. In diesen drei Wochen wuchs eine stille Gewissheit: Die leise Spiritualität Cornwalls rief mich zurück. Still, aber entschlossen fasste ich den Entschluss: “Im nächsten Jahr werde ich zurückkehren, um die Cornish Celtic Way zu vollenden und die Bilder und Eindrücke dieser Reise weiterzutragen.”