Was Kirchen unterwegs so besonders macht
Natürlich sind viele Kirchen historische Bauwerke. Manche stehen an Orten, an denen bereits seit dem sechsten Jahrhundert christliche Gemeinschaften lebten, oft verbunden mit keltischen Heiligen, die zur Christianisierung Cornwalls beitrugen. Unter mittelalterlichen Mauern verbergen sich manchmal noch viel ältere Geschichten.
Oft sieht man zunächst nur den Kirchturm, der über Hecken und Felder hinausragt. Dann öffnet man eine schwere Tür und tritt in eine andere Zeit ein. Was mich unterwegs besonders berührt hat, war nicht das Alter der Gebäude. Es war vielmehr das Gefühl, dass Zeit dort anders vergeht. Man betritt eine Kirche und hat den Eindruck, die Mauern hätten den Atem vieler Generationen bewahrt. Als hätten sich Jahrhunderte voller Taufen, Feiern, Abschiede, Gebete, Schweigen und Warten in Stein und Boden eingeschrieben. Man muss nicht gläubig sein, um das zu spüren. Man beginnt ganz von selbst leiser zu sprechen.